Rückblick der Künstlerin auf die Arbeit am Kunstprojekt Dialog mit der Maschine:
„Was mich überrascht hat, war mein eigenes Zögern.
Wie schwer es mir anfangs fiel, nicht sofort gestalten zu können.
Ich bin gewohnt, mit den Händen zu denken, mit Farben und Formen zu antworten.
Doch diesmal sollte ich nur beobachten, kuratieren, zulassen.
Das war eine Prüfung– und eine Befreiung zugleich. Ich habe gelernt, dass Loslassen kein Verzicht ist, sondern eine Form von Vertrauen.
Doch das Vertrauen ersetzt nicht die Kreativität.
Ohne diesen zweiten Teil bliebe das Werk eine Art wissenschaftliches Experiment, eine Frage ohne Antwort, eine Geschichte ohne Farben.
Für mich ist dieses Kunstprojekt nur vollständig, wenn ich mich selbst wieder hineinarbeite, nicht als Herrin der Maschine, sondern als jemand, der zurückspricht.Als Homo narrans, der erzählt, weil Erzählen sein Wesen ist.
Als Artifex ludens, die spielende Künstlerin, die im Spiel das Denken findet.
Übrigens stelle ich ganz bewusst bei diesen Bearbeitungen keine Prompts zur Verfügung. Diese Prompts, die hier verwendet wurden, habe ich in vielen Schritten immer wieder neu angepasst, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.
Und natürlich verrate ich auch die Vorgehensweise bei der Arbeit mit meinem Grafikprogramm Affinity nicht. Aber ich erzähle meine Gedanken zu den vier weiter entwickelten Bildern – und bin gespannt, was ihr für eigene Geschichten entwickelt.“
Eva Leopoldi
Die Bildbeschreibungen und Erklärungen sind im Buch „Dialog mit der Maschine“ nachzulesen. Aber für den „schnellen Besucher“ dieser Website ist hier eine Galerie mit den vier entstandenen KI-Kunstwerken von Eva Leopoldi eingefügt.
Denn manchmal reichen Worte einfach nicht aus.
Mit den folgenden Links gelangt ihr einfach zurück zur allgemeinen Projektseite, zu den Prompts des Projekts und zum finalen Buch über das Kunstexperiment Dialog mit der Maschine.




